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Microsoft Windows 10 – Immer wieder Probleme mit den Updates

Microsoft Windows 10 – Immer wieder Probleme mit den Updates

Interessante Funktionen hat das Windows 10 Oktober-Update allemal zu bieten. Doch leider überschatten, wie so oft, zahlreiche Probleme mit dem Update die Freude an den neuen Features.

Die Pannenserie der Version 1809 brachte dem Oktober-Update auf zahlreichen Social-Media-Kanälen den Spitznamen „Bugdate“ – ein Wortmix aus dem englischen Begriff Bug (zu Deutsch Fehler) und „Update“ ein.

Die Forderungen nach einer Abkehr von der aktuellen Update-Strategie werden unter Windows-Nutzern immer lauter. Doch woher kommen eigentlich die Probleme bei den Updates und wie gelingt es, diese zu umgehen?

Semi-Annual Channel vs. Long-Term-Servicing Channel

Kurz nach Verbreitung des Oktober-Updates für Windows 10 musste der Konzern bereits die Notbremse ziehen. Der Grund waren gelöschte Dateien bei einigen Nutzern sowie weitere Probleme, die nach Einspielen des Updates aufgetaucht sind.

Bereits im Frühjahr gab es mit der Update-Version 1803 Probleme. Nutzer klagten hier über Abstürze und einen schwarzen Bildschirm, wenn der Rechner aus dem Standby wieder aktiviert wurde. Um genauer zu analysieren, warum es hier immer wieder Probleme gibt, sollen zunächst die verschiedenen Kanäle der Windows-Server betrachtet werden.

Derzeit existieren zwei Veröffentlichungskanäle für aktuelle Windows-Server. Unterschieden werden hier der Semi-Annual Channel (SAC) und der Long-Term-Servicing Channel (LTSC). Im Long-Term-Servicing Channel wird etwa alle 3 Jahre eine neue Version (Build) des Windows-Servers veröffentlicht. Als Beispiele sind der Windows-Server 2016 und der Windows-Server 2019 zu nennen.

LTSC-Versionen werden insgesamt zehn Jahre ab dem Release-Datum unterstützt. Darin inbegriffen sind fünf Jahre Mainstream Support und fünf Jahre Extended Support. Der Mainstream Support umfasst monatliche Sicherheits-Updates und Bugfixes. Beim Extended Support hingegen werden nur noch Security-Updates zur Verfügung gestellt. Feature-Updates gibt es über LTSC-Versionen nicht.

Heutzutage werden Produktionszyklen jedoch immer kürzer. Entwicklungsprozesse müssen daher flexibler, automatisierter und schneller ablaufen. Innovationszyklen von mehreren Jahren sind schlichtweg zu lang. Genau hier kommt der Semi-Annual-Channel (SAC) ins Spiel. Im Semi-Annual-Channel erscheint alle sechs Monate ein neues Feature-Update des Betriebssystems. Die Updates sind kumulativ und der Support für jedes Release währt insgesamt 18 Monate. Beispiele für SAC-Versionen sind die Windows-Versionen 1709, 1803 und 1809.

Microsoft Windows 10 Updates – Woher kommen die Probleme?

Zunächst soll klargestellt werden, dass die Windows 10 Updates trotz häufig auftretender Probleme einen sehr großen Mehrwert bieten. Microsoft aktualisiert sein Betriebssystem regelmäßig und bietet den Nutzern zahlreiche sinnvolle Verbesserungen und neue Features. Des Weiteren ist die Entwicklung eines Systems, das auf tausenden verschiedenen Rechnerkonfigurationen abwärtskompatibel läuft, natürlich keine leichte Aufgabe. 

Da die neuen Funktions-Upgrades für Windows 10 halbjährlich über den Semi-Annual-Channel eingespielt werden, bleiben Microsoft für Entwicklung und Tests lediglich ein paar Monate Zeit. Zwei große Updates pro Jahr bedeuten einen straffen Zeitplan für das Unternehmen. Die Entwicklung des neusten Updates muss also schon beginnen, bevor das aktuelle Update in den Release geht. Microsoft war lange Zeit auf breitere Update-Zyklen eingestellt, sodass die halbjährlichen Updates allein schon zeitlich eine große Herausforderung darstellen.

In dem Blogbeitrag „Windows 10 Version 1809 – Redstone 5 steht in den Startlöchern“ wurde bereits auf das Windows-Insider-Programm eingegangen. Windows-Insider haben die Möglichkeit, die erste Version eines Windows 10 Updates zu testen. Mögliche Fehler und Probleme können dann über die App „Insider-Hub“ direkt an Microsoft gemeldet werden. Kritiker beanstanden hier, dass anstelle von geschultem Testpersonal „Insider“ das Testen übernehmen. Bug-Report-Formulare können demnach nicht so präzise ausgefüllt werden, wie es bei geschultem Personal der Fall wäre.

Sind die häufigen Updates überhaupt nötig?

Grundsätzlich sind regelmäßige Updates essenziell, um einen sicheren und funktionstüchtigen Umgang mit Computern, Laptops und mobilen Endgeräten zu gewährleisten. Werden Sicherheitsupdates nicht turnusgemäß installiert, sind die betreffenden Geräte anfälliger für Sicherheitsrisiken und Viren.

In zahlreichen Unternehmen wird auch heute noch mit Windows 7 oder 8/8.1 gearbeitet. Für viele Unternehmen sind die halbjährlichen Updates von Windows 10 der ausschlaggebende Grund nicht zu wechseln. Unternehmen befürchten technische Probleme, die nach der Installation auftauchen könnten. Doch der Umstieg auf Windows 10 ist unvermeidlich, denn der Support für Windows 7 endet offiziell am 14. Januar 2020.

Microsoft empfiehlt seinen Kunden dringend, vor Januar 2020 auf Windows 10 zu wechseln, um die Situation zu vermeiden, in der Service und Support nicht mehr zur Verfügung stehen. Viele Unternehmen können und wollen ihr stabiles Windows 7 jedoch nicht ohne Weiteres durch Windows 10 ersetzen. Das liegt zum einen daran, dass maßgeschneiderte Individualsoftware nicht mit Windows 10 kompatibel ist und zum anderen daran, dass der Umstieg je nach Unternehmensgröße nicht so schnell abgebildet werden kann.

Aus diesem Grund bietet Microsoft noch bis Januar 2023 sogenannte „Extended Security Updates“ (ESU) an. Allerdings stehen diese Sicherheitsupdates ausschließlich den Nutzern von Windows 7 Professional und Windows 7 Enterprise mit einer Volumenlizenz zur Verfügung. Außerdem ist dieser Zusatz-Support-Service kostenpflichtig, wird pro Gerät abgerechnet und preislich jedes Jahr erhöht.

Professionelle Unterstützung durch Managed Services Provider

Trotz der Probleme, die mit den Windows 10 Updates immer wieder auftreten, bringen sie den Nutzern auch viel Gutes. Microsoft entwickelt unentwegt Innovationen, die das Betriebssystem ständig im Funktionsumfang erweitern.

Klar, Probleme mit den Ugrades können wirklich nervenaufreibend sein. Wäre es nicht super, einen geregelten und vorab geprüften Update-Zyklus sicherzustellen? So könnte von neuen Features profitiert werden, ohne sich den Kopf über Update-Probleme zu zerbrechen. Genau das ermöglicht Ihnen ein Managed Services Provider.

Managed Services Provider (MSP) kümmern sich ganz allgemein um sämtliche IT-Aufgaben, die Sie in Ihrem Unternehmen auslagern möchten. In Bezug auf Microsoft Windows 10 stellt ein MSP einen einwandfreien Betrieb Ihrer Systeme sicher. So haben Sie einen geregelten und geprüften Update-Zyklus und können entspannt von den neuen Features der halbjährlichen Windows-Updates profitieren.

Vorteile durch Managed Services Provider

  • Mehr Zeit für Innovationen: Durch das Auslagern gewisser IT-Aufgaben gewinnen Sie in Ihrem Unternehmen mehr Zeit für die Aufgaben, die für Ihr Geschäftsfeld wirklich wichtig sind. So können Sie sich komplett neuen Innovationen widmen.
  • Geregelter und geprüfter Update-Zyklus: Managed Services Provider kümmern sich um den reibungslosen Ablauf Ihrer Updates und sorgen für einen zuverlässigen Betrieb Ihrer IT-Systeme.
  • Experten-Know-how: Ein externer Managed Services Provider verfügt über Expertenwissen und kann die ausgelagerten Aufgaben effizienter ausführen. Dabei verfügt er über Know-how, das intern in den meisten Fällen noch gar nicht vorhanden ist.

Sie suchen nach einem geeigneten Managed Services Provider, um ohne Einschränkungen und Probleme von allen Vorteilen, die Windows 10 bietet zu profitieren? Sprechen Sie uns gerne an. Verlassen Sie sich bei uns auf einen erfahrenen Partner an Ihrer Seite, der sich kompetent und zuverlässig um Ihre Anliegen kümmert.

Über den Autor

Lina Schaefer

Durch Einblicke in aktuelle Themen der IT sollen Trends & Entwicklungen durch meine Beiträge leichter verständlich und für jedermann zugänglich gemacht werden.

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